Initiative-Elga-Blog

Informationen zu ELGA und E-Health in Österreich

„und täglich grüßt das Murmeltier“: Der elektronische Impfpaß …

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Elektronischer Impfpass soll 2018 starten:  „Mit dem e-Impfpass ist eine lückenlose Dokumentation und ein individuelles Erinnerungsservice möglich – vergessene Impfungen oder unnötige Mehrfachimpfungen gehören damit der Vergangenheit an“, freute sich Ministerin Pamela Rendi-Wagner (SPÖ). Derzeit sei der Impfstatus in Österreich meist unvollständig oder nicht durchgängig dokumentiert. (APA, 30.6.2017)

 

Haben wir nicht Ähnliches wieder vor einigen Tagen (5.12.2019) der Presse entnommen?

Wissen Sie noch wann Steve Jobs das erste Smartphone präsentiert hat … ?
1995, 2000, 2007 ??

Was hat sich nicht alles auf Basis dieser Technologie seither entwickelt …!
Ein Leben ohne diese kleinen Taschencomputer ist für viele von uns kaum mehr vorstellbar !
Auch für den Gesundheitsbereich gibt es bereits jede Menge „App`s“ …

Nur die Politik setzt für unsere ELGA  weiter auf Saurier-PC`s … !

Dabei gibt es seit langem brauchbare Konzepte für den elektronischen Impfpass, die rasch und kostengünstig umsetzbar wären …

Initiative ELGA Konzept elektronischer Impfpass

apple applications apps cell phone

Photo by Tracy Le Blanc on Pexels.com

Written by Dr. Christian Husek

7. Dezember 2019 at 17:34

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Das ELGA-Cockpit: dem Sachkundigen rasch und übersichtlich die situativ notwendigen Informationen liefern …

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Was bei Flugzeugen das Cockpit und bei Schiffen die Kommandobrücke ist, entspricht bei der elektronischen Gesundheitsakte den zusammengefassten Patientendaten:

jenem Punkt, wo eine Vielzahl an Informationen zusammenläuft, die auf möglichst übersichtliche Weise rasch erfasst werden müssen.

Nicht zum ersten Mal stand die Luftfahrt Pate für eine Entwicklung, die sich an jahrelang unter härtesten Bedingungen erprobten Maßstäben und Sicherheitsstandards orientiert…

So wie sich ein Pilot im Cockpit einer Menge Daten gegenübersieht und es schaffen muss, diejenigen auf einen Blick zu erfassen, die neben dem Halten der Fluglage relevant sind, so sehen sich Ärzte in vielen Fällen mit langen Patientenhistorien konfrontiert, die Auswirkungen auf die aktuelle Behandlung haben können oder auch nicht. Aus dieser Flut von Informationen möglichst rasch die Wesentlichsten herauszufiltern ist Aufgabe des ELGA-Cockpits.

Ohne gute Schulung ist das Computermenü in Stresssituationen allerdings mehr Hindernis als Hilfe. Ärzte müssen daher, ebenso wie Piloten, für den Umgang mit diesen elektronischen Hilfsmitteln, insbesondere in elektronischer Dokumentation, geschult und trainiert werden …

ELGA-Cockpit Philosophie

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Written by Dr. Christian Husek

7. Dezember 2019 at 06:18

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Ordination zusperren und davonlaufen . : Aus gegebenen Anlaß: Wenn die EDV in der Ordination spinnt …. Teil 2

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Was fällt mir als Pilot (und Arzt) dazu ein ?:

 

  • „cool“ bleiben !
    Voraussetzung: Handbücher gelesen, Basiswissen EDV Hard- und Software

  •  „emergencies“ immer wieder vorbereiten und trainieren ..

  •  Checkliste
    („what if ..?)  erstellen …

  •  Prioritäten setzen …
    („aviate – navigate – communicate ..“)

  •  Redundancen haben …
    (wichtige Systeme doppelt oder sogar 3 – fach vorhanden als Back-Up): 

  • Standardisierung
    (z.B. gleichartige Drucker, PC`s, etc.)

  • Verantwortlichkeiten  und Aufgaben im Team vorher genau festlegen …“
    („Crew Resource Management“,   „CRM“)

  • Störfaktoren beseitigen
    (Patienten aus Ordination rausschicken, zusperren, vorbereitete Informationsschilder sofort aufhängen ..)

 

https://en.m.wikipedia.org/wiki/Crew_resource_management

Ordinations_Cockpit

Written by Dr. Christian Husek

4. Dezember 2019 at 20:36

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Ordination zusperren und davonlaufen . : Aus gegebenen Anlaß: Wenn die EDV in der Ordination spinnt ….

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Die Elektronik kann uns heute auf vielen Wegen unterstützen wenn sie problemlos und rasch funktioniert …
Leider „läuft es“ manchmal nicht wie gewünscht, obwohl der technische Zustand der Hardware aktuell und die Software regelmäßig gewartet wurde ..

Dann bricht in der Ordination Chaos aus, Arzt und Mitarbeiter sind enormen Stress durch ungeduldige und fordernden Patienten ausgesetzt.

Am liebsten möchte man dann die Ordination zusperren und davonlaufen …

An die Spitze getrieben wird der situationsbedingte Stress noch durch schnoddrige Mitarbeiter an diversen „Hotlines“, die uns oft wenig hilfreiche Tips geben und die Verantwortung für die Störung auf jeweils andere Ursachen abschieben („alte Hardware“, „Computer neu starten“, „Kabel eingesteckt ?“, u.v.m.)
Als ob man das nicht selbst wüßte und wohl schon versucht hätte …

Die steigende Komplexität der Zusammenarbeit zwischen verschiedensten Applikationen ist selbst für EDV-Techniker heute oft nicht mehr nachvollziehbar …

Zeit und Anlaß sich von manchen Patienten und Anbietern von Hard- und Software zu trennen und vielleicht den eigenen Betrieb „auf andere Beine zu stellen“ (Ausstieg aus dem Kassensystem ?)!

https://initiative-elga.com/2019/12/04/ordination-zusperren-und-davonlaufen-aus-gegebenen-anlass-wenn-die-edv-in-der-ordination-spinnt-teil-2/

Written by Dr. Christian Husek

3. Dezember 2019 at 07:45

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DER GEKLONTE HAUSARZT

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Gastkommentar Dr. Ulrike Stenzl, Allgemeinmedizinerin, Graz
Quelle: Medical Tribune vom 09.07.2014

Das Leistungsspektrum einer hausärztlichen Praxis hängt von vielen Faktoren ab: Stadt, Land, Notarztsystem ja oder nein, Krankenhäuser oder Fachärzte in der Nähe, Art der zu versorgenden Bevölkerung, Räumlichkeiten, Mitarbeiter und nicht zuletzt vom Hausarzt selber.

Das hielt ich bisher eigentlich für selbstverständlich. Gerade lese ich aber, dass das eine Frechheit sei. Offensichtlich haben wir nicht unterschiedlich zu sein, sondern alle gleich. Keine Ahnung, wie das gehen soll. Aber vielleicht wäre es sinnvoll, den perfekten Hausarzt zu züchten, und wenn man ihn einmal hat, dann lauter kleine Klone von ihm oder ihr über das Land zu verteilen.

E wie Einheitsarzt

Überall in der Medizin geht die Tendenz zur Spezialisierung. Z.B. stirbt der gute alte Allgemeininternist langsam aus. Mittlerweile muss man sich echt überlegen, wo man seine Patienten hinschickt, damit sie nicht Gefahr laufen, mit Hämorrhoiden beim Rheumatologen oder mit pAVK beim Endoskopiker zu landen. Ist ja auch ganz klar. Die einzelnen Gebiete werden immer größer und unüberschaubarer, und die Kollegen müssen sich spezialisieren. Um dann in dem Gebiet, das sie bearbeiten, optimale Patientenbetreuung zu gewährleisten. Ich finde das ja auch nur logisch. Auch in der Wirtschaft wird geschaut, wo Mitarbeiter optimal einsetzbar sind. Tausende von Stunden werden auf Seminaren verbracht und tausende von Euros ausgegeben, um die eigenen Stärken zu erkennen und optimal für die eigene Karriere und die Firma einzusetzen. Und noch mehr Seminare und Veranstaltungen werden besucht, damit die optimal eingesetzten Mitarbeiter sich auch optimal geschult und wertgeschätzt fühlen. Denn nur glückliche Kühe legen schöne, große Eier oder so in etwa.

Wenn sich unsereiner so niederlässt, bringt er seine Persönlichkeit, seine Vorlieben und seine Familie mit in den Job. Wer notfallmedizinisch oder chirurgisch nicht viel kann und dann auch noch drei kleine Kinder hat, wird kaum in einem entlegenen Gebirgsdorf praktizieren wollen. Wem möglichst viel Leichtigkeit vorschwebt, der wird keine Hausapotheke haben wollen, und wer nicht gerne kulturübergreifend arbeiten möchte, bestimmte Bezirke in Wien oder Graz meiden. Dann haben wir zwar im Turnus alle dasselbe Rasterzeugnis erhalten, aber beileibe nicht dieselbe Ausbildung.

Wir haben auch nicht alle dieselben Zusatzausbildungen gemacht, denn wir haben unterschiedliche Begabungen und unterschiedliche Interessen. Manche von uns haben ein Psy-Diplom, andere sind aktiv im Notarztwesen unterwegs. Und man sollte sich davor hüten, die Rollen zu vertauschen. Schon bei Kindern versuchen wir Begabungen zu fördern und Interessen zu wecken. Und dann soll ausgerechnet in unserem Beruf das alles egal sein und der Einheitsdoktor ordinieren? Und das soll vielleicht auch noch anstrebenswert sein? Normalerweise ist man in dem Gebiet am besten, das einem am meisten liegt, wo Liebe und Interesse vorhanden sind. Dort kann man auch am meisten leisten, am längsten arbeiten und am ehesten ohne vorzeitig auszubrennen den Menschen dienen.

Und es gibt ja auch die freie Arztwahl. Patienten suchen sich ihre Hausärzte nach Sympathie, persönlicher Wellenlänge, Lage und Öffnungszeit. Und auch nach Leistungsspektrum. Niemand geht mit seinen Kleinkindern zum Geriater. Wichtig ist, dass die ganze Vielfalt der Medizin im Spektrum der Hausärzte zu finden bleibt, aber doch nicht in der Person eines einzelnen!

Lasst uns doch einzigartig sein!

Jeder Anwalt hat Jus studiert. Aber ich kann auch nicht erwarten, dass mich ein Wirtschaftsanwalt gut im Scheidungsfall oder in einer Strafsache vertritt. Und das leuchtet allen ein. Genauso wie die Tatsache, dass jeder Selbstständige wirtschaftlich ohne Netz ständig den freien Fall riskiert. Deshalb hat jeder Betrieb seine Schwerpunkte, jedes Geschäft seine besonderen Angebote, jeder sein spezielles Leistungsspektrum. Was für andere völlig normal ist, soll bei Hausärzten plötzlich pfui sein? Außerdem haben wir auch unsere Praxisräumlichkeiten und unsere Angestellten. Es ist ein Unterschied, ob ich eine kleine Klink betreibe oder eine Dreizimmerwohnung adaptiert habe. Ob eine Krankenschwester, ein Notfallsani oder eine Sekretärin einen bei der Arbeit unterstützt. Und zusätzlich haben wir die Verpflichtung, dass die, die für uns arbeiten, optimal geschult, nach Neigungen und Fähigkeiten optimal eingesetzt werden und gern ihrer Arbeit nachgehen. Überall wird auf Individualismus und unverkennbare Identität gesetzt. Also lasst uns bitte einzigartig sein und in dem, worin wir gut sind, Höchstleistungen erbringen!

Zusammen sind wir 100 Prozent und können alles.
Als einzelner Hausarzt oder als einzelne Hausärztin sind wir aber Unikate!

Arzt_Stethoskop

Written by Dr. Christian Husek

11. Juli 2014 at 18:50

Veröffentlicht in Gesundheitspolitik, Kosten

Die Beraterindustrie

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Gastkommentar von Dr. Franz Mayrhofer (www.medizinmariahilf.at )

Man stelle sich vor, der Chefchirurg einer Klinik würde am offenen Herzen nach Beratern rufen! Sie austauschen, zum Rücktritt zwingen, aus dem Ausland neue Experten rufen um danach zu Besonnenheit und Geduld aufzurufen.

Von den, doch wohl ihres Wissens, ihrer Erfahrung und umfassender Kompetenz wegen von der Politik in verschiedensten hohe Funktionen entsandten Frauen und Männern erwarten wir zurecht das höchste Können. Erwarten wir, zumal von Steuergeld bezahlt, Wahrhaftigkeit und eine, der Bedeutung der Problemstellungen angemessene Lösungskompetenz! Erwarten wir, dass sie die Feuerwehr nicht rufen müssen – sondern sind!

Doch weit gefehlt! Von Teleprompter und Souffleuren kommen die großen Worte und das Gestammel vieler unserer Verantwortungsträger! Mit Händen greifbar ist ihre Inkompetenz und ihr verzweifeltes Improvisieren schmerzt den hilflos ausgelieferten Zuschauer .

Doch wie gegen jedes Weh ein Kraut gewachsen ist hat auch die Inkompetenz ihren Arzt gefunden: den Berater! Heerscharen von Beratern und Coaches, von Trainern, Medienexperten und Spindoktoren, Gutachtern und Consultern, ganzen Taskforces und CSIs, Supervisoren und Weisenräten bevölkern die Gänge des Politikbetriebes. Von Ministerien, Kammern (auch unserer), Interessensvertretungen bis auf die Ebene der Gemeindeverwaltungen liefern sie gegen Bares denjenigen die Expertise, die tatsächlich dafür gewählt, bezahlt und geachtet werden wollen! Sie alle leben bestens vom Chaos durch Inkompetenz. Bislang 300 Millionen Beraterkosten für die Hypo-Alpe-Adria , da erscheinen die externen Beraterkosten für den KAV- 2009 waren es 10,7 Millionen Euro, 2012 „nur“ 5,5 Millionen fast billig …

Die Eltern des kranken Kindes erwarten zurecht Kompetenz von der Notärztin, vom Piloten des Rettungshubschraubers und vom Chirurgen der ihr Kind retten wird.

Wir sollten mit mehr Nachdruck Kompetenz und Wissen der Verantwortlichen in der Politik einfordern, weil, den politischen Dilettantismus können wir uns bald nicht mehr leisten!

Written by Dr. Christian Husek

5. Juli 2014 at 09:31

Veröffentlicht in Gesundheitspolitik, Kosten

Der „e- Patient“ und das „Arztsein“:

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Mit zunehmender Verbreitung der IKT (Informations- und Kommunikationstechnologie) in unseren Ordinationen und im Krankenhausbetrieb, wurden wir von der Politik und den Sozialversicherungen mit einer Reihe von e-Anwendungen (e-Card, e-AuM, ABS, VU-neu, DMP`s, etc.) „beglückt, weitere sind geplant (e-Medikation, e-Rezept, e-Impfpass, etc.).
Führen diese letztlich zum „e-Patient“ und wie verträgt sich das mit dem „Arztsein“ ?

Wenn die physikalische Krankenuntersuchung immer mehr in den Hintergrund rückt, übersehen wir nicht nur einfache Diagnosen, sondern wir verlieren unter Umständen den ganzen Patienten.

Vergessen wir nicht was uns zu Ärzten macht: unser Wissen, unsere Erfahrung und die persönliche Zuwendung zum Hilfesuchenden, der sich in seiner Not uns völlig anvertraut. Dieses Vertrauen ist Basis für die Preisgabe von intimsten Lebensdetails, die dieser Mensch sonst vielleicht nicht einmal seinen Pfarrer mitteilen würde. Ein weiterer Teil dieser Zuwendung ist die sorgfältige physikalische Krankenuntersuchung, die vom Österreicher Leopold Auenbrugger mit der Perkussion und dem Franzosen Laennec mit der Auskultation Ende des 18. Jahrhunderts eingeführt wurden.

Alle diese Handlungen zusammen bilden ein Ritual, das bis heute tief in der Persönlichkeit jedes Menschen als ärztliche Hilfeleistung eingeprägt ist und damit als notwendige und gewünschte Basis für die Heilung empfunden wird.

Immer öfter begegnen uns jedoch Patienten, die in verschiedensten Behandlungszentren waren, aber nie richtig untersucht wurden. Hunderte von Laborwerten wurden bestimmt, Dutzende Bilder mit Röntgen oder Ultraschall angefertigt. Fachärzte haben all diese Daten am Computer-Bildschirm ausgewertet und entsprechende Berichte geschrieben. Nur den Patienten selbst gesehen haben sie kaum! Der wurde reduziert auf das Symbol für den „e-Patienten“ im Computer, der dort am Bildschirm fürsorglich und ausdauernd lange behandelt wird. Beim realen Patienten bleibt ein Gefühl der Leere zurück, er fühlt sich unbehandelt und unverstanden, sucht nach anderen Heilern, die ihm Genesung versprechen.

Viele Ärzte haben auf die Macht der untersuchenden Hand und auf die Heilkraft der persönlichen Zuwendung und Berührung, die darin steckt, vergessen. Diese Berührung, die einem Kranken oder Sterbenden vermittelt was Arztsein ausmacht:

Das Wissen jemanden zu haben, der bis zu seinem Ende für ihn da sein wird.

Die Anregung zu diesem Artikel wurde der Präsentation https://www.ted.com/talks/abraham_verghese_a_doctor_s_touch entnommen

Written by Dr. Christian Husek

5. Juli 2014 at 09:16